Vom Buben, der aus dem Vaterhaus geht und nach Jahren zurückkehrt.

Text: Franz Wiedemann (1821-1882)
Gattung: Kinderlied
Sprache: Deutsch
Hänschen klein geht allein
in die weite Welt hinein,
Stock und Hut steht ihm gut,
ist auch wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Wünsch dir Glück, sagt ihr Blick,
kehr nur bald zurück!

  
Sieben Jahr, trüb und klar,
Hänschen in der Fremde war;
da besinnt sich das Kind,
kehret heim geschwind.
Doch nun ist's kein Hänschen mehr,
nein, ein großer Hans ist er,
schwarz gebrannt Stirn und Hand.
Wird er wohl erkannt?

Eins, zwei, drei gehn vorbei,
wissen nicht, wer das wohl sei.
Schester spricht: Welch Gesicht?
kennt den Bruder nicht.
Kommt daher die Mutter sein,
schaut ihm kaum ins Aug hinein,
spricht sie schon: Hans, mein sohn,
grüß dich Gott, mein Sohn!




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